Entscheidungsunterstützungssystem

Systembewertung

Risikoabschätzung

Das Ziel der Risikoabschätzung ist es, die identifizierten Gefährdungen in Ihrem Versorgungssystem untereinander zu vergleichen und in eine Rangfolge zu bringen. Dazu werden zunächst für jede Gefährdung das potentielle Schadensausmaß sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert und aus der Kombination der beiden Kriterien das Risiko abgeleitet. Bei Gefahr einer infektiösen Krankheit ist in der Regel von einem hohen Risiko auszugehen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit des Vorkommens von pathogenen Organismen nur im mittleren Bereich liegt (die Gefahr für die öffentliche Gesundheit kann durch die Übertragung von Mensch zu Mensch erhöht werden). Wenn nicht genügend Information für die Einschätzung des Risikos vorhanden ist, sollte zunächst immer von einem hohen Risiko ausgegangen werden.

Eine Bewertung des Risikos von Cyanotoxinen im Vergleich mit anderen Gefährdungen wird Sie bei der Entscheidung über die Priorität von Maßnahmen zu deren Beherrschung sowie bei Verbesserungen und langfristigen Investitionsentscheidungen unterstützen.

Eine grafische Darstellung der unterschiedlichen Gefährdungen in Form einer Risikomatrix hilft bei der Einordnung der spezifischen Gefährdungen in den Gesamtkontext. Häufige Kritik an dem Verfahren ist seine Subjektivität, jedoch trifft man solche Einordnungen in jedem Fall – implizit – beim Treffen von Investitionsentscheidungen. Besser ist daher, sie bewusst und somit transparent zu machen. Dazu zählt, die zugrundeliegenden Annahmen und Überlegungen zu Dokumentieren.

Abb. 1: Risikomatrix

Abb. 1: Risikomatrix

Im folgenden finden Sie Beispiele für fiktive Gewässersysteme mit unterschiedlichen Einschätzungen des Cyanotoxinrisikos:

Beispiel Gewässer x für Freizeitnutzung

Beispiel Trinkwasserversorgung aus Talsperre Z